Angefickt und durchgeraucht durch die Nacht


tired fat womanIch stehe vor dem Pissbecken und durch den halbsteifen Zustand meines Gliedes dauert es, bis sich der Urin aus meiner Blase befreit. Gleich werde ich Entlastung verspüren und kann darüber nachdenken, wie ich das mit Yvette lösen kann, ohne auf die Nummer zu verzichten und die Taxifahrt zu mir nach Hause (45€) löhnen zu müssen, doch werde ich von klatschenden Geräuschen und leisem Gestöhne á la „Ohja, das machst du gut. “ aus einer der Kabinen abgehalten. Ich verstaue ihn wieder in der Hose und klettere auf die Schüssel der Nachbarkabine um zu sehen, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.

Ich schaue zu dem Auto, der Kerl liegt immer noch auf dem Autodach, seine Freundin, genauso ohnmächtig, liegt auf dem Bürgersteig. Ich frage mich ob sie frieren, der Schnee muss sehr kalt sein. Dann reißen mich die Sirenen aus dem Blick.

Er reißt die Tür auf, Jan und ich rennen hinterher. Die Nacht ist nicht dunkel, der Vollmond spendet viel Licht das vom Schnee noch reflektiert wird. Ohne Vorwarnung reißt Daniel den großen Kerl zu Boden und gibt ihm sofort mit der rechten Faust einen Schlag ins Gesicht, sein Opfer versucht die Arme hochzubringen, aber Daniel schlägt ihm mit der linken Hand flach auf die Wange. Es klatscht und der Kerl jault wie ein geschlagener Hund. Die Frau liegt neben den Beiden und starrt sie an.

Ich sZigarettenchaue sie befremdlich an und dann plätschert es aus ihr heraus: Sie hat den Brautstrauß gefangen und irgendeine dumme Schicksalsregel lautet wohl, dass man dann als nächstes vor den Traualtar schreitet. Und dadurch, dass Gudrun als Braut mich ihr vorgestellt hat, ist es eindeutig, dass ich der Mann und sie die Frau sei. Das ist ein Zeichen, denn eine Hochzeit zieht immer eine Hochzeit nach sich. Mir wird flau im Magen, als ich erkenne wie durchgeknallt verzweifelt die Alte ist, denn sie fängt schon an von unser gemeinsamen Zukunft zu reden, von Kindern, Pärchenurlaub in der Karibik. Und ja, sie würde zu mir nach Berlin ziehen, am liebsten nach Charlottenburg. Ich sage „Jaja“ und muss erstmal pinkeln.

Ihr T-Shirt wellte sich unten auf und man konnte ihren aufgeblähten Bauch sehen, der sich gegen den Verschluss ihrer Hose presste. Es sah so aus als ob gleich der Knopf abspringen würde. Als der Fahrstuhl im vierten Stock stehenblieb, wäre Tick fast umgefallen. Alle außer Tick gingen aus der Kabine. Sie fuhr weiter in den sechsten Stock. Dort wankte sie an der Wand angelehnt den Flur entlang bis zu Smellis Wohnung, deren Inhaberin immer noch voll wie tausend Russen davor lag. Zum Glück hatte sie die Tür angelehnt, sie stürzte in die Wohnung und fiel erst mal der Länge nach in den Flur.

Für eine Fick-Party aufzuwerten möchte ich ihm schlichtweg ins Gesicht kotzen. Und dieser Inselaffen-Kosewort Terror geht mir so unsagbar auf die Nerven. Der Pansen hat doch einfach nur meinen Namen vergessen! ” tobe ich innerlich Bevor ich ihm vor den Latz knallen kann, dass ich Kosenamen und Diminutiv intolerant bin, schiebt er mir schon die Zunge in den Mund. Und plötzlich steht Mick Jagger neben mir und singt: You can’t always get what you want.

In einer der hinteren Ecke, des völlig mit Bierflaschen vollgestellten Schreibtischs, fand sie noch 1, 20 Euro in Kleingeld, zog die Springerstiefel an und ging los. Auf dem Weg nach draußen stieß sie mit ihrem Fuß gegen etwas, das normal nicht im Flur vor ihrer Haustür rumlag. „Ey, kannst du ma bitte aufpassen oda was… wassn hier los, Bitch?! Eine völlig verstörte Tick schaute sie aus verschlafenen Augen an, sie begriff auch erst langsam dass sie die Nacht vor der Tür verbracht hatte und kratzte sich im Gesicht. Eine bereits halbvertrocknete Urin-Spur zog sich von Ticks Hosen den Fußboden entlang. „Sch… scheiße, eingepisst… ach Fuck!

Das gehört nun mal mit zu einer Frau. Von wegen Bakterienherd etc… eine Frau ist wie ein Engel auf Erden, gleichsam einer Krone der Schöpfung. Ich schäme mich zutiefst für viele meiner Geschlechtsgenossen. Mit ganz vielen herzlichen Grüßen an alle Frauen – Danke daß es euch gibt.

Mein Kumpel und die Blonde verdrücken sich mit etwas zeitlichen Abstand voneinander aus dem Klo. Der DJ ist weggetreten, also durchforste ich kurz seine Taschen und stoße auf eine dekadente Geldscheinklammer, deren Scheine in meine Tasche wandern. Eigentlich müsste ich den beiden Wichsern noch so eine Cowboy-Ansage machen á la „Komm nach Westberlin und ich zerstückel deine Crew!, aber die haben schon genug an den Ereignissen dieses Abends zu knabbern.

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